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    <title>DAS TÄGLICHE WUNDERN</title>
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    <description>Brecht soll auf die Frage nach den Verhältnissen gesagt haben, er könne nicht so viel fressen, wie er kotzen müsse. &lt;br/&gt;Dem kann sich der heutige Unterschichtler nur anschließen. Denn von drei Euro täglich kann er sich Kotzen gar nicht leisten. Da aber fragen noch nichts kostet, wundert er sich. &lt;br/&gt;Worüber, das steht hier zu lesen.</description>
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      <title>DAS TÄGLICHE WUNDERN</title>
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      <title>Kokst* Frank-Walter?</title>
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      <pubDate>Mon, 3 Aug 2009 19:39:25 +0200</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Eintrage/2009/8/3_Kokst_Frank_Walter_files/503px-Frank-Walter_Steinmeier_2007-10-11-filtered.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Media/object000_1.jpg&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:160px; height:108px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Sag mal, Frank Walter,&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;hast Du jetzt mit dem Friedmann gekokst, oder was? – Gut wär's. Denn dann könnte man's als Wahnvision abtun. Müsste Dich bloß, Helmuts Rat folgend, zum Arzt schicken. Der Dich einweisen würde. Ein paar Tage Entzug – und gut wär's.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Wär's. Die Wahrheit ist schlimmer: Versprichst uns bei klarem Verstand Vollbeschäftigung. 4 Millionen neue Jobs. Eine halbe Million davon in der &amp;quot;Kreativwirtschaft&amp;quot;. Vier Monate hast Du dafür recherchiert*. Dich umgehört, Manager, Funktionäre und Wissenschaftler gefragt. Keinen Unterschichtler. Der hätte vielleicht auch zurückgefragt, was Du eigentlich bislang in der Sache gemacht hast.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Unter Genossen – Du erinnerst Dich: Anrede unter SPD-Mitgliedern – unter Genossen heißt es entschuldigend, Dü stündest mit dem Rücken zur Wand. Deshalb musst Du &amp;quot;etwas&amp;quot; schummeln. Weißt Du, wer wirklich mit dem Rücken zur Wand stand? – Otto Wels**, als er im Reichstag gegen Hitler's Ermächtigungsgesetz sprach. Hinter sich ein Hakenkreuz, vor sich SA und draußen die SS. Aber Otto stand: Hat uns trotz Lebengefahr nicht verraten.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Und Du Frank Walter? Hast ein Imageproblem... Könntest die Wahl verlieren. Und was machst Du? Lügst ohne rot zu werden. So dumm kannst Du gar nicht sein, das selbst zu glauben. Aber uns hältst Du für dumm genug, darauf reinzufallen. Nach der Wahl kann man ja erklären, es war alles nicht ganz so konkret gemeint. Nicht wahr? &amp;quot;No respect&amp;quot; sagt das Ghetto dazu.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Weißt Du, was dem Unterschichtler passierte, wenn andere derart dreist belügte? Sagen wir am Kiosk. &amp;quot;Verlogene Drecksau&amp;quot;, würde er betitelt. Und zwar zu Recht. Und bekäme er dann noch eine gewatscht, dürfte er sich auch nicht beschweren.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Und wie darf man Dich betiteln, Frank Walter? &amp;quot;Durchgeknallt&amp;quot; ist inzwischen erlaubt***. Aber das bist Du nicht. Du bist schlimmer: Lügst bei klarem Verstand. Hinterhältig, zynisch. Verrätst Deine eigenen Leute. &amp;quot;Kameradenschwein&amp;quot; hießt sowas im Sportverein. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Doch das wär zu mild für Dich. Für einen, der die SPD unwählbar macht. Der den Millonen keinen Respekt zollt, die trotz Wollen und Können keinen Job mehr kriegen. Lassen wir's bei &amp;quot;zynisch, hinterhältigem Lügner&amp;quot;. Sicher aber ist: So einer schadet der Partei der Arbeiterbewegung (SPD). Erst recht als Kanzlerkandidat. Also: Tritt zurück. Oder besser: gleich aus.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Karl Kraus hat mal gesagt: &amp;quot;Das Volk versteht vieles falsch, fühlt aber das meiste richtig&amp;quot;. So auch der Unterschichtler. Vor dessen geistigen Auge sitzt Du als Münchhausen auf der Kanonenkugel. Und deren Lunte brennt.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;In diesem Sinne: Schöne Grüße aus dem Erdgeschoss. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Der Unterschichtler&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;**** &lt;a href=&quot;http://www.frankwaltersteinmeier.de/aktuelles/reden/detail/090803_dplan_rede.html?pg=1&quot;&gt;Frank-Walter Steinmeier im Wortlaut&lt;/a&gt; – VORSICHT Sprachliches Styropor!&lt;br/&gt;**** &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Wels&quot;&gt;Zum Genossen Otto Wels&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;**** &lt;a href=&quot;http://www.bverfg.de/entscheidungen/rk20090512_1bvr227204.html&quot;&gt;Verfassungsgerichtsurteil zu Naumann (Friedmanns Staatsanwalt durchgeknallt)&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;**** &lt;a href=&quot;http://www.frankfurter-magazin.de/?p=2407&quot;&gt;Und hier der Link zum wahren Deutschland-Plan...&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description>
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      <title>Limo für Ulla</title>
      <link>http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Eintrage/2009/7/29_Limo_fur_Ulla.html</link>
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      <pubDate>Wed, 29 Jul 2009 14:00:11 +0200</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Eintrage/2009/7/29_Limo_fur_Ulla_files/706917_30201280-filtered.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Media/object000_1.png&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:161px; height:114px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Man hat dem Unterschichtler eine Menge genommen. Man hat ihm erklärt, das sei notwendig. Um den Haushalt in Ordnung zu bringen. Hat auch fast geklappt: Bis die Banken... Andere Geschichte.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Mit dem beim Unterschichtler eingesparten Geld werden teils auch die Panzer-Limousinen der Regierung bezahlt. Ist notwedig, sagt man, wegen der Terroristen. Und soziale Aufstände werden ja auch befürchtet.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Nun hat Ulla ihren Dienstwagen mit in den Urlaub genommen. Deshalb sagen &amp;quot;heute&amp;quot; und &amp;quot;tagesschau&amp;quot;, es gäbe einen Skandal. Westerwelle &amp;amp; Co füllen das Sommerloch und Stein(!)meier gibt das Weichei: Ulla ist nicht im Kompetenzteam. Sie soll erst erst mal klären.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Was? – Vorwurf ist: Nichts Verbotenes. Selbst wenn sie keine Diensttermine in Spanien hätte: Minister dürfen die Panzer-Limo auch privat nutzen. Aber sie war &amp;quot;unsensibel&amp;quot;. Hätte doch vor Ort einen normalen Leihwagen nehmen können... &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Der Unterschichtler wundert sich: Wäre er ein böser Terrorist, attakierte er Ulla sicher nicht im polizeiverseuchten Regierungsviertel. Ein Urlaubsort käme da schon gelegener. Die Auskunft &amp;quot;lieber Terrorist, ich bin privat unterwegs&amp;quot; würde ihn da wenig beeindrucken.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Er rechnet nach: 340 Tage/Jahr Ulla für teures Geld schützen, um sie dann im Urlaub ungepanzert zum Abschuss freizugeben – So soll man mit der sauer bei ihm gesparten Kohle nicht umgehen. Wenn Ulla eine Panzer-Limo braucht, dann auch in Spanien.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Merke: Kein Politiker (Journalist...) ist so groß, wie das Sommerloch, das er zu füllen sucht. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;In diesem Sinne: Ab in die Versenkung. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Oder in die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:DirkvdM_lada_limousine.jpg&amp;filetimestamp=20070616203635&quot;&gt;Limo&lt;/a&gt;.</description>
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      <title>Probieren Sie doch mal...</title>
      <link>http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Eintrage/2007/5/18_Probieren_Sie_doch_mal....html</link>
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      <pubDate>Fri, 18 May 2007 17:45:54 +0200</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Eintrage/2007/5/18_Probieren_Sie_doch_mal..._files/601944_23235600%20Kopie-SW.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Media/object013_1.png&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:160px; height:120px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Kennen Sie das? Eine Party, ein Treffen unter Freunden, irgendeiner dieser Anlässe und Sie treffen ihn: Einen Arbeitslosen. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Max Weber, der einfältige Unterschichtler, kennt das gut. Allerdings aus der anderen Perspektive. Doch, doch, berichtet er, der Anteilnahme dürfe man sich nach einem kurzen Moment des Erschreckens stets gewiss sein. Was dann aus daraus erwachse, laufe eigentlich immer nach dem gleichen Muster ab. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description>
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      <title>Gebühren in der Praxis</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Feb 2007 15:15:00 +0100</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Eintrage/2007/2/26_Gebuhren_in_der_Praxis_files/648494_77093810%20Kopie-SW.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Media/object012_1.png&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:160px; height:121px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Kurz vor Monatsende. Seit ein paar Tagen haben sich zwei vermeintliche Pickel im Gesicht zu vernehmlichen Hubbeln ausgewachsen. Also doch zum Arzt. Gottseidank, Max Weber ist früh genug dran, er ist der einzige Patient in der Praxis. Nein, er habe keinen Termin... ob der Herr Doktor vielleicht trotzdem ganz kurz... ja, die Versichertenkarte - natürlich... und dann wäre da noch die Praxisgebühr. Halblaut murmelt er etwas von Hartz4, Monatsende, dass er bestimmt... gleich nächste Woche. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description>
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      <title>345 Euro ?!?</title>
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      <pubDate>Tue, 16 Jan 2007 12:27:07 +0100</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Eintrage/2007/1/16_345_Euro_%21_files/630079_68795255%20Kopie-SW.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Media/object002_1.png&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:160px; height:121px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Hier demnächst: Ständig ist davon die Rede, Hartz4-Empfänger bekämen 345 Euro im Monat. Das stimmt schlechterdings nicht. (weiterer Text folgt)&lt;br/&gt;</description>
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      <title>Armut wirkt: Kontaktarmut</title>
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      <pubDate>Sun, 10 Dec 2006 05:30:02 +0100</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Eintrage/2006/12/10_Armut_wirkt__Kontaktarmut_files/643259_40588454-Kopie-SW%20.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Media/object011_1.png&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:160px; height:121px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;hier demnächst: Die Sache mit dem Café.&lt;br/&gt;</description>
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      <title>Wer löscht im JobCenter?</title>
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      <pubDate>Tue, 14 Nov 2006 05:21:58 +0100</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Eintrage/2006/11/14_Wer_loscht_im_JobCenter_files/228303_3445%20Kopie-SW.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Media/object010_1.png&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:160px; height:121px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Max hat, irgendwo jenseits der dreihundertsten Bewerbung geschafft, einige Vorstellungstermine zu ergattern. Bremen, Hannover, Bonn, eine Stadt in der Schweiz, ein Dorf in Osten, irgendwas in der  Österreichischen Provinz. Kein Problem für Max, denn er ist ja flexibel. Und die Fahrtkosten werden vom JobCenter übernommen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Max rechnet. Die Fahrtkosten für Bahntickets betragen über 1048 Euro. Mit einer BahnCard-50 für 206 Euro ließen sich die Kosten halbieren. Wenn man also 206 Euro investiert, bekommt man 748 Euro raus. Oder anders: &lt;br/&gt;                    Fahrtkosten ohne BahnCard =                                                      1048 Euro &lt;br/&gt;                    Fahrtkosten mit BahnCard    = 542 (Tickets) + 206 (BahnCard)=    748 Euro&lt;br/&gt;                    -----------------------------------------------------------------------------------------------&lt;br/&gt;                    Ersparnis                                                                                         300 Euro&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ein gutes Geschäft. Und wenn weitere Vorstellungsgespräche dazu kommen, wird es noch besser. Also trägt Max dem JobCenter seine Rechnung vor, schlägt vor, eine BahnCard anzuschaffen. Die Antwort ist... erstaunlich. Man schreibt ihm: „Kosten für eine BahnCard können leider nicht übernommen werden, da diese ja auch privaten Zwecken dient.“ &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Max versteht: Der Staat verzichtet auf eine mögliche Einsparung, wenn ein Unterschichtler davon mit profitieren könnte.</description>
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      <title>Unbescheidenes Frühstück</title>
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      <pubDate>Wed, 25 Oct 2006 20:40:55 +0200</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Eintrage/2006/10/25_Unbescheidenes_Fruhstuck_files/400891_6830%20Kopie-SW.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Media/object004_1.png&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:160px; height:121px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Max frühstückt gerne. Frühstücksei und Brötchen sind bei einem Budget von einem Euro fünfzig zwar nicht drin, aber mit Toaster und Kaffeemaschine lässt sich auch ein bescheidenes Frühstück genießen. Dachte er.  Aber: Das ist nicht bescheiden. Toaster und Kaffeemaschine gehören für einen Unterschichtler nicht zu einer „bescheidenen Haushaltsführung“. Max wußte das nicht, aber er hat es gelernt. Und das kam so:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Max hatte sich, als erst arbeitslos und dann krank wurde, lange geschämt, Sozialhilfe zu beantragen. Als er die Miete nicht mehr zahlen konnte, wurde seine Wohnung geräumt. In einem billigen Lagerraum konnte er einen Teil seiner Habe retten, darunter auch Kaffeemaschine und Toaster, die er in besseren Zeiten angeschafft hatte. Nun hat man die eingelagerten Sachen gepfändet. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das Gesetz sagt, dass „dem persönlichen Gebrauch oder dem Haushalt dienende Sachen, insbesondere... Küchengerät, soweit der Schuldner ihrer zu einer seiner Berufstätigkeit und seiner Verschuldung angemessenen, bescheidenen Lebens- und Haushaltsführung bedarf“ nicht gepfändet werden dürfen. Vom Gerichtes erfährt Max ganz offiziell, dass Kaffeemaschine und Toaster bei ihm eine bescheidene Lebensführung übersteigen. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Max fragt sich, ob er nicht mal über seine überzogenen Ansprüche nachdenken sollte...</description>
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      <title>Wann brennen die JobCenter?</title>
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      <pubDate>Thu, 19 Oct 2006 14:30:46 +0200</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Eintrage/2006/10/19_Wann_brennen_die_JobCenter_files/980_7815%20Kopie-filtered.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Media/object048.png&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:160px; height:120px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Deutschland hat schon manchen heißen Herbst erlebt. Fernfahrer haben Autobahnen blockiert, Studenten Unis lahm gelegt, Bauern Misthaufen vor den Parlamenten abgeladen. Zuletzt sah man Ärzte eher in Fußgängerzonen als in Kliniken.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;So verschieden Forderungen und Aktionen auch waren, eines hatten sie gemeinsam: Öffentliche Aufmerksamkeit und – folgerichtig – ein medienwirksames Kümmern der Politik. Die Brummifahrer wurden von Strauß besucht, Bauernaktivisten empfing man im Ministerien, mit Studenten diskutierte man im öffentlichen Rundfunk und zur Arbeitsüberlastung von Ärzten hat sich wohl jeder Befragte Volksvertreter mindestens verständnisvoll geäußert. Unvergessen auch Kanzler Schröders spektakuläre, wenn auch wenig nachhaltige Holzmann-Rettungsaktion als Arbeiter hungerstreikten. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Max Reinhardt, dem Unterschichtler, fällt eine weitere Gemeinsamkeit auf: Keiner der protestierenden Gruppen ging es auch nur annähernd so schlecht wie ihm und seines gleichen. Keine Frage, die Forderungen mögen berechtigt gewesen sein. Auch der Unterschichtler möchte nicht von einem Arzt in der fünfundsiebzigsten Dienststunde operiert werden. Und Max Reinhardt hat Verständnis, dass niemand seinen Wohlstand gemindert sehen möchte. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Warum nur, so fragt er sich, ist eine Besitzstandswahrung für Apotheker, Ärzte oder Kohlekumpel so viel stärker in der Diskussion als die Verelendung von ihm und seinesgleichen? Könnte es daran liegen, dass man selbst  viel zu stille hält? Wie wäre es, wenn man mal das ein oder andere JobCenter besetzte? Gemeinsam natürlich. Brennende Tonnen, gefüttert mit Ablehnungs- und Einschränkungsbescheiden, an denen sich Dauerarbeitslose samt ihrer Kindern die Hände wärmen. Das würde sicher gerne gefilmt...&lt;br/&gt;</description>
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      <title>Bewaffnet die Unterschicht!</title>
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      <pubDate>Wed, 30 Aug 2006 13:31:46 +0200</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Eintrage/2006/8/30_Bewaffnet_die_Unterschicht%21_files/465815_69845907.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Media/object049.png&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:161px; height:110px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Kürzlich zwei Kofferbombenanschläge auf deutsche Bahnhöfe. Gescheitert zwar, aber doch erschreckend. Denn: Obwohl unter den Augen polizeilicher Videoüberwachung ausgeführt wären die Explosionen nicht zu verhindern gewesen.  &lt;br/&gt;Erste Reaktion: Wir brauchen flächendeckende Videoüberwachung. Da fragt sich der einfältige Unterschichtler: „Wozu? - Ist es wirklich so wichtig, im Film festzuhalten, was man alles wird nicht verhindert haben können?“  &lt;br/&gt;Doch nun wird der Unterschichtler selbst von der Politik in Spiel gebracht. Politiker von CDU und CSU sprechen sich für den Einsatz bewaffneter Zugbegleitern aus.* Der FDP-Sicherheitsexperte sekundiert und der Innenminister hat auch gleich einen Titel: Rail-Marshals sollen sie heißen. Doch wie bezahlen? Der Verkehrsminister erinnert sich an brach liegendes Humankapital: Ein Heer von 5 Millionen Arbeitslosen. Wenn man schon eine Armee hat, warum sollte man sie dann nicht einsetzten? &lt;br/&gt;Der Unterschichtler meint: Eine ganz hervorragende Idee. Und zwar nicht nur im Sinne der inneren Sicherheit, sondern auch, um ihm wieder eine Perspektive zu geben. Das wäre doch was: Ausbildung an der Waffe, Unterricht im Nahkampf und als Begleiterscheinung jede Menge neue Bekannte, die sein Schicksal teilen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das bringt Selbstvertrauen. Mal sehen, ob man sich beim JobCenter noch traut, ihm offen mit der Verschleppung seines Antrags zu drohen, wenn er eine Pistole im Holster trägt. Und ob man ihn wieder trotzt ausgewiesener Öffnungszeiten wegen Arbeitsüberlastung den Zutritt verweigert, wenn er ankündigt, von seiner Fachkunde im Tür-Eintreten Gebrauch zu machen. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ganz zu schweigen von der sozialen Komponente. Bewaffnete Kräfte neigen zur Entwicklung von Corpsgeist. Vielleicht setzt sich ja dann mal ein halbes Prozent der Arbeitslosen zufällig in die Züge nach Berlin. „Herr Minister, vor dem Reichstag stehen fünfundzwanzigtausend Bewaffnete.“ &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;BEZUG: &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,433805,00.html&quot;&gt;http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,433805,00.html&lt;br/&gt;&lt;/a&gt;</description>
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      <title>Der Anstoß</title>
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      <pubDate>Tue, 15 Aug 2006 12:20:28 +0200</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Eintrage/2006/8/15_Der_Ansto_files/608244_10522030.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.der-unterschichtler.de/01_Magazin/Wundern/Media/object008_1.png&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:160px; height:121px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Manches versteht man einfach nicht. Zum Beispiel dies: Als kürzlich die FES* eine Sozialstudie über Deutschland veröffentlichte, wurde darin schamvoll und politisch korrekt von ‚Prekariat‘ gesprochen. Pre-ka-WAS? - Der SPD-Vorsitzende Beck wagte, ein deutsches Wort zu verwenden: Unterschicht. Aha.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Es gibt also in einem der reichsten Länder der Erde eine wachsende Unterschicht. Eine steigende Zahl von Kindern, die in Armut leben. Vererbte Arbeitslosigkeit.  Menschen ohne Lebensperspektive, weil sie keine Chance mehr haben - oder noch nie eine hatten. Und das werden immer mehr. Das kann man verstehen.  Und man kann oder muss sich darüber empören. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Seltsam nur, dass dies nicht geschah. Stattdessen wurde das Wort gegeißelt. „Un-ter-schicht“, igitt-igitt-igitt, das sagt man doch nicht. Es scheint, als ob nicht der gesellschaftliche Zustand, sondern seine Benennung der anstößig seien. Gleichzeitig setzte bei den von den Medien fleißig Interviewten ein absonderlicher Wettlauf ein, Gründe zu finden, warum man selbst nicht zur Unterschicht gehöre. So leugnet der Betroffne gerade das Problem, unter dem er leidet und an dessen Benennung und Beachtung er doch Interesse haben müsste.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Natürlich hat das alles Gründe. Und Folgen. Wirft weitere Fragen auf. Darum geht es hier. Und zwar aus der Perspektive des Unterschichtlers.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;BEZUG: &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/online/2006/42/Unterschicht&quot;&gt;http://www.zeit.de/online/2006/42/Unterschicht&lt;/a&gt;</description>
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